
Täglich verschwinden Menschen. Ob orientierungslose Personen, vermisste Kinder oder Verunglückte in unwegsamen Gelände: Es gibt viele Gründe, weshalb die DRK-Rettungshundestaffeln zum Einsatz kommen. Gemeinsam mit ihren Vierbeinern bilden die Hundeführerinnen und Hundeführer ein eingespieltes Team, das vermisste Personen aufspürt und Leben rettet.

Rettungshundeführerinnen und -führer sind als Helfende des Santätsdienstes des Deutschen Roten Kreuzes Mitglied einer DRK-Bereitschaft. Sie nehmen an den Diensten der DRK-Bereitschaft teil und absolvieren darüber hinaus ein zeitaufwendiges Ausbildungs- und Trainingsprogramm. Der Rettungshund bleibt im Besitz der Rettungshundeführeri oder des Rettungshundeführers, mit denen er ein Team bildet.
Die Belange der Rettungshundearbeit in Hinsicht auf alle grundsätzlichen und einheitlich geltenden Regelungen werden vom DRK-Generalsekretariat koordinierend wahrgenommen. Die Einheiten der Rettungshundearbeit sind in die Einsatz- und Alarmpläne der DRK-Landes- und -Kreisverbände sowie der Leitstellen berücksichtigt. Die Suche von vermissten Personen stellt dabei den häufigsten Grund der Alarmierung dar. Dabei wird eng mit den Polizeibehörden der jeweiligen Bundesländer zusammengearbeitet. Für die Suche von Verschütteten werden Rettungshundeteams mit spezieller Ausbildung für die Trümmersuche vorgehalten, welche beispielsweise nach Gebäudeeinstürzen zum Einsatz kommen.
In den Bergen, am Wasser, in dichtem Wald oder eingestürzten Gebäuden – je nach Situation und Umgebung sind unterschiedliche Suchtechniken notwendig, für die die Hunde speziell ausgebildet werden.
Die Ausbildung der Rettungshundeteams erfolgt nach höchsten Standards. Nicht nur die Hunde werden geschult und geprüft, auch die Hundeführerinnen und Hundeführer bereiten sich intensiv auf den Einsatz vor. Sie müssen unter anderem Kenntnisse in Orientierungs- und Kartenarbeit sowie Sprechfunk nachweisen und die Einsatzkräfte-Grundausbildung Sanität absolvieren. Bis ein Rettungshundeteam geprüft und einsatzbereit ist, dauert es etwa zwei bis drei Jahre. Die Ausbildung erfolgt ehrenamtlich und ist sehr zeitintensiv. Angehende Hundeführerinnen und Hundeführer sollten daher viel Motivation und Einsatzbereitschaft mitbringen. In der DRK-Rettungshundeeinheit vor Ort erhalten Sie weitere Informationen zur Ausbildung.